March 22, 2008 – 12:05 pm
Ab und zu liest man ja im Internet was interessantes (nicht hier meine ich, woanders) und so stiess ich auf eine Rezension des Films Irma Vep aus dem Jahr 1996. Mit Maggie Cheung.
Maggie Cheung spielt eine Schauspielerin namens Maggie. Sie kommt nach Paris um Irma Vep zu spielen in einem Remake des Stummfilmklassikers Les Vampires (über eine Meisterdiebin in einem engen schwarzen Kostüm). Cheung muss sehr geduldig sein, denn die Umstände sind alles andere als golden. Der Regisseur hat seinen künstlerischen Zenit lang überschritten und sein Team besteht aus intrigierenden, gestörten Riesenegos.
Der Film im Film scheitert, die ersten Szenen sind schlecht und der Regisseur verschwindet in ein Sanatorium. Aber durch eine eindrucksvolle Wendung wird dieser Film übers Filmemachen selbst ein Remake, oder ein Update des Klassikers. Eine übermüdete Maggie Cheung schlüpft in ihrem Hotel in ihr Latex-Kostüm aus dem Film, schleicht katzengleich durch die Gänge des Hotels, greift schliesslich den Schmuck einer Touristin und stiehlt sich übers Dach davon.
Regisseur Oliver Assayas hat einen ein sehr… organischen Film übers Filmemachen, über die französische Filmindustrie und ihre Amerikanisierung gemacht.
Strangers on a Train: Vor 57 Jahren voll superspannend, jetzt ein zahmer, gut gemachter Krimi. Der Showdown auf dem Karussell ist ziemlich genial.
February 27, 2008 – 5:28 pm
Johnny Depp ist der bekloppte Frisör vonne Fleet Street und singt sich zusammen mit Helena Bonham Carter und Ali G durch ein arg düsteres und blutiges Goth-Musical.
Hätte von mir aus eine halbe Stunde kürzer sein können, dafür gern etwas witziger.
February 16, 2008 – 7:16 pm
Der Mensch ist des Menschen Wolf. Kurz zusammengefasste Version des Films The Mist über eine Gruppe Dörfler, die wegen gruseligem Killernebel in einem Supermarkt eingeschlossen sind. Im Nebel warten Tentakel und anderes Ungetier, aber das schlimmste Monster ist der Mensch.
Der Film weicht in einigen Punkten sehr von Stephen Kings Kurzgeschichte ab. Das Ende des Films ist viel deutlicher und verleiht der Geschichte einen ‘Twilight Zone’-artigen twist. Fand ich nicht so gut. Aber der Rest war solider psychologischer Horror.
February 4, 2008 – 1:49 pm
Glory to the Filmmaker (Takeshi Kitano, 2007, Japan): Der Meister des lakonischen Gangsterfilms hat keinen Bock mehr auf lakonische Gangsterfilme und lässt uns am Entstehungsprozess seines nächsten Werkes teilhaben. Natürlich spielt Kitano wieder selbst die Hauptrolle, in unangenehmen Situationen verwandelt er sich aber in eine beinahe unzerstörbare hohle Puppe.
Absurder Humor, eine Kreuzung zwischen Manga und Monty Python.