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iffr2008: Glory to the Filmmaker

Glory to the Filmmaker (Takeshi Kitano, 2007, Japan): Der Meister des lakonischen Gangsterfilms hat keinen Bock mehr auf lakonische Gangsterfilme und lässt uns am Entstehungsprozess seines nächsten Werkes teilhaben. Natürlich spielt Kitano wieder selbst die Hauptrolle, in unangenehmen Situationen verwandelt er sich aber in eine beinahe unzerstörbare hohle Puppe.

Absurder Humor, eine Kreuzung zwischen Manga und Monty Python.

iffr2008: The King of Ping Pong

The King of Ping Pong (Jens Jonsson, 2007, Schweden): Bei dem Titel hatte ich eine Outsider-Komödie á la Napoleon Dynamite erwartet. Ich bekam ein ganz nett gemachtes Familiendrama über einen dicken Jungen.

iffr2008: Persepolis

Persepolis (Marjane Satrapi, Vincent Parronaud, 2007, Frankreich): Ach wie schön! Marjane Satrapis autobiografischer Comic in einer absolut gelungenen Zeichentrickverfilmung. Eine rührende Geschichte über eine Familie in schlechten Zeiten und eine Iran-Geschichtsstunde in einem. Hat den Publikumspreis des Filmfestivals gewonnen, verdient.

iffr2008: Dainipponjin

Dainipponjin (Matsumoto Hitoshi, 2007, Japan) ist eine durchgeknallte Komödie im Doku-Stil. Ein superlangweiliger Typ wird interviewt, er ist alleinstehend, trägt immer einen Schirm bei sich und führt ein bescheidenes Dasein. Ach ja, er ist auch Dainipponjin, Big Man Japan, und muss Japan regelmässig vor angreifenden riesigen Monstern retten. Ausserdem hat er mit sinkenden Einschaltquoten zu kämpfen.

Sehr trockener absurder Humor, entzückende Computeranimation in den Kampfszenen. Schade nur, dass der Doku-Stil nicht konsequent durchgehalten wurde.

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iffr2008: En Gij, Kameraad?

En Gij, Kameraad? (Johannes Ratté, 1928, Niederlande): Ein Propagandafilm für die Zentrale Transportarbeitergewerkschaft der Niederlande, der von Montagetechniken des sowjetischen Films Gebrauch macht. Der Film zeigt das miserable Leben der Arbeiter, dann Massenproteste und redenschwingende Gewerkschaftsbosse, dann die Welt wie sie sein könnte, wenn doch nur die Gewerkschaft mehr Mitglieder hätte.

Zu grossen Teilen Spielt der Film in Rotterdam, meiner Heimatstadt, die im Jahr 1928 doch sehr anders aussah als heute. Unterlegt war der Stummfilm mit eigens für dieses screening komponierter Musik. Diese war sicher Geschmacksache: folksy Akkordeon, Synthie-Strings und etwas zu aufdringliche Bigbeats.